Obwohl moderne Macs immer mehr integrierten Speicherplatz bieten, kommen sie bei großen Datenmengen schnell an ihre Grenzen. Trotzdem entscheidet sich nicht jeder Nutzer für eine erweiterte Speicherlösung. Das ist verständlich, da es oft schon ausreicht, temporäre Daten oder unnötige Dateien zu löschen. Einfach auf gut Glück irgendwelche Systemdateien zu entfernen, ist hingegen nicht zu empfehlen. Was wirklich bedenkenlos gelöscht werden kann und wo sich genaues Hinschauen lohnt, zeigen wir hier.
Backups
Bei Backups kommt es ganz darauf an, wie viele Versionen man wirklich benötigt. Das letzte oder die letzten beiden Backups genügen den meisten Privatpersonen. Ältere Backups sind hingegen selten relevant und nehmen viel Platz weg. Sie können einfach manuell gelöscht werden, sofern das aktuelle Backup vollständig und fehlerfrei vorliegt.
Cache
Viele Nutzer löschen einfach direkt den Cache. Streng genommen kann man jedoch nicht nur von einem Cache sprechen, da auf dem Mac drei verschiedene Cache-Bereiche vorhanden sind:
- Browser-Cache
- Programm-Cache
- System-Cache
Der Browser-Cache speichert Web-Daten für schnellere Ladezeiten, der Programm-Cache legt temporäre App-Dateien zur Zwischenspeicherung ab und der System-Cache unterstützt die Beschleunigung wichtiger Systemprozesse. Um nicht versehentlich potenziell kritische Daten des System-Caches zu löschen, sollten wir erst die Mac-Systemdaten überprüfen. Dies ist direkt über das System möglich, aber der genaue Ablauf hängt von der genutzten Version ab.
Downloads
Downloads nehmen weit mehr Platz weg, als uns bewusst ist. Tatsächlich gehören sie bei fast allen Betriebssystemen zu den größten Speicherfressern. Das Problem sind jedoch selten die Downloads an sich, sondern die Tatsache, dass sie nach dem Herunterladen oft liegen bleiben. Gerade Bilder, Videos oder ähnlich große Dateien werden nur einmal angesehen und anschließend nie wieder genutzt. Dasselbe gilt für Dokumente, die wir nur kurz für bestimmte Projekte benötigen. Hier aufzuräumen, schafft schnell zusätzlichen Speicherplatz.
Installationsdateien
Bereits bei der Installation des macOS Betriebssystems werden zahlreiche Systemdateien angelegt. Mit der Zeit kommen weitere Dateien hinzu – unter anderem von Apps, die wir im Laufe der Jahre installieren. Einmal installiert, sind viele dieser Dateien nicht mehr notwendig. Sie sollten daher entweder manuell oder mit einer speziellen Software aufgeräumt werden, damit sie sich nicht ansammeln und langfristig Speicherplatz belegen.
Papierkorb
Werden Dateien in den Papierkorb verschoben, bleiben sie so lange auf dem System, bis sie der Nutzer endgültig löscht – sowohl auf dem Mac als auch auf anderen Betriebssystemen. Dies ist vielen Nutzern nicht bewusst, weswegen sich der Papierkorb oft über mehrere Monate oder gar Jahre hinweg füllt und dadurch Speicherplatz belegt. Die Löschung des gesamten Papierkorbs ist mit wenigen Klicks möglich. Bei Unsicherheit ist es besser, den Inhalt vorab zu überprüfen. Vollständig gelöschte Dateien sind schließlich nur unter bestimmten Umständen wiederherstellbar.
Systemreste
Cache und Systemreste sind eng miteinander verwoben, aber dennoch nicht ein und dasselbe. Obwohl der Cache temporäre Daten zur Beschleunigung von Abläufen speichert, sind nicht alle Systemreste eingeschlossen. Systemreste umfassen beispielsweise Logdateien oder Rückbleibsel von Installationen und Updates. Sie können gemeinsam mit den Cache-Dateien automatisch entfernt werden. Die Bereinigung erfolgt entweder manuell über die Systemeinstellungen oder mit Unterstützung einer Reinigungssoftware.
